Alle Frauen werden irgendwann mit der Stimme des Selbstzweifels konfrontiert. Hallo, innere Kritikerin! Es ist die Stimme in deinem Kopf, die Zweifel aufkommen lässt, die deine eigene Fähigkeiten schlecht macht und oftmals schlichtweg negativ eingestellt ist: „Du kannst das nicht…“ oder „Das wird doch nie was…“ sind typische Sätze, die die innerere Kritikerin in deinem Kopf soufliert.

Einige Frauen hören sie am lautesten im Bereich des Berufs und der Karriere, andere im Bereich der Erziehung oder der Partnerschaft. Wiederum andere hören sie am lautesten, wenn es um ihr Aussehen, um das Körperbewusstsein oder auch um das Älterwerden geht. Und für andere ist diese Stimme am lautesten, wenn es um ihre kreativen Träume und das Ausleben geht, sei es in der Musik, im Malen, Fotografieren, in der Gestaltung oder im Schreiben.

Wir sind so an diese Stimme in unserem Inneren gewöhnt, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie es ohne sie wäre. Es ist das beständige Hintergrundgeräusch unseres Lebens.

Die Kosten dieser weiblichen Selbstzweifel sind enorm: Denke an alle diese Ideen, über die nicht gesprochen wird, Firmen & Projekte, die nicht gestartet werden, wichtige Fragen, die nicht gestellt werden, Talente, die nicht genutzt werden. Wieviel Leben nicht gelebt, wieviel Lebensfreude nicht ausgedrückt wird aufgrund dieser verdammten inneren Stimmen!

Was ist diese innere Kritikerin?

Kennst du das? In deinem Kopf entsteht ein echtes Feuerwerk der schlechten Laune, weil dir irgendetwas nicht gelungen ist. Und schon geht es los mit einem Stakkato an Sätzen wie diesen:

  • „Du bist echt zu blöd.“
  • “Typisch!”
  • „Mach dir gar keine Mühe, klappt sowieso nicht.“
  • „Was stimmt nur mit dir nicht?“
  • “Warum bekommst du das nicht einmal hin?”

Die Kritik, die du hörst, ist vernichtend, die Stimmen dazu stetig wiederholend und oft sehr laut. Und dieses Schlechtreden der eigenen Person findet von innen heraus statt, du brauchst dazu keine Kritik von Führungskräften, KollegInnen, KundInnen oder FreundInnen. Deine innere Kritikerin speist sich direkt aus den eigenen Gedanken.

Gerade, wenn  vor uns Aufgaben liegen, die neu sind oder unbekannt, wenn es um Entscheidungen oder Veränderungen geht, ist diese Stimme der inneren Kritikerin besonders laut zu vernehmen: “Das geht nicht!”, “Das hat das letzte Mal auch nicht funktionert!”, “Du kannst das nicht!” ….. “Wenn du das jetzt tust, machst du dich lächerlich!”

Dein Selbstwertgefühl? Schrumpft auf die Größe einer Rosine.

Für mich ist die innere Kritikerin die Essenz all der negativen Gedanken , mit denen du dich selbst klein und schlecht machst: negative Selbstgespräche, übertriebene Kritik und selbst gesteckte Grenzen im Kopf, die dir das Leben schwer machen.

Und da die meisten Frauen nicht über die gemeinsten Dinge sprechen, die ihnen diese Stimme erzählt, hören sie auch keine Gegenargumente oder bekommen Unterstützung, und sie hören auch nicht, dass auch andere Frauen, sogar Frauen, die sie bewundern und die nach außen so selbstbewusst wirken, auch dieselben irrationalen, scharfen Stimmen in ihren Köpfen hören.

Warum haben wir diese innere Kritikerin?

Jeder hat sie, die innere Kritikerin, wenn auch mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Zurückzuführen ist sie auf die frühen Jahren der Kindheit. Unsere Eltern sind die wichtigsten Bezugsperson, und sie sind auch sowas wie der moralische Kompass: Sie definieren für uns, was gut oder schlecht ist, was erwünscht oder nicht gern gesehen ist, sie definieren Ge- und Verbote. Lob und Tadel als Feedback zeigen den Weg. Kinder wollen lernen und sie wollen auch alles richtig machen. Sie sind auf die Liebe und Zuneigung der Eltern angewiesen, und somit übernehmen sie die vorgegebenen und auch unausgesprochenen Richtlinien. Sie lernen sich “richtig” für das System zu benehmen.

Et voilà: Genau hier entsteht die innere Kritikerin. Damit die Eltern nicht meckern, ermahnt sich das kleine Mädchen, der kleine Junge selbst. Um gelobt zu werden, entwickeln Kinder eine innere Stimme, die Ihnen sagt, was erlaubt und gut ist. Mit den Jahren wird die innere Kritikerin jedoch größer, gerade in der Teenagerzeit kann das sehr schwierig werden. Dann geht nicht mehr nur um das, was von den Eltern vorgegeben wurde. Sondern es geht um coolness, es geht um Normen, um Druck, dazuzugehören. Das Feedback von außen – und jetzt vielleicht durch die sozialen Medien – ist enorm. Später kommen dann noch Vorgesetzte, Kollegen, KundInnen dazu. Auch gesellschaftliche Normen und Werte prägen unsere innere Kritikerin, z. B. wenn Frauen Kinder bekommen und in die Elternrolle wechseln.

In der Entwicklung hat diese innere kritische Stimme also durchaus ihre Berechtigung. Wir laufen aber in Probleme, wenn die innere Kritikerin im Erwachsenenalter unsere dominierende Kraft wird. Denn sich selbst nimmt man immer mit, egal wohin man geht – die überlaute innere Kritikerin ist schon da! Und das Selbstbewusstsein, das eigentlich da sein könnte, wird von innen heraus unterhölt. Jedes Mal, wenn du dir selbst sagst „Das kannst ich nicht“, bröckelt wieder etwas am wackeligen Selbstbewusstsein.

Das Gefühl, nichts zu können und nichts wert zu sein – natürlich hat das Auswirkungen auf das Privat- und Berufsleben! Jede BEziehung steht unter einem unglücklichen Stern, weil in der Partnerschaft nicht klar ist, mit welchen Dämonen da eigentlich gekämpft wird. Im Job sind viele Frauen durchaus erfolgreich, bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten, weil sie nicht an die eigenen Leistungen und Fähigkeiten glauben.

Wenn jede und jeder diese inneren kritischen Stimmen kennt, dann ist es doch überraschend, das wir nichts dazu in der Schule lernen. Stattdessen glauben wir, es sei ein persönliches Thema. Wir müssten nur mehr Selbstbewusstsein entwickeln, dann wird das schon. Oder uns die richtigen Ziele setzen und sie einfach verfolgen – das kann ja nicht so schwer sein (innere Kritikerin erkannt?). Nicht wenige versuchen, das innere Schandmaul einfach zu ignorieren oder sich mit ihm zu streiten. Der Effekt beider Herangehensweisen ist gering, oft wird es sogar schlimmer: Statt zu schweigen, redet die innere Kritikerin sogar noch lauter und noch eindringlicher.

Was fehlt, ist ein richtiger Umgang mit dieser negativen Stimme.

Die gute Nachricht: Es ist möglich, die innere kritische Stimme in den Griff zu bekommen. Während die Fragen rund um unser Selbstbewusstsein komplex und schwierig scheinen, müssen sie es nicht sein. Denn dazu musst du nicht die magische Quelle des Selbstbewusstseins finden, du musst noch nicht mal tief in deiner Kindheit graben (habe ich versucht, hat auch nicht nachhaltig gewirkt) oder einen Weg finden, die Stimme dauerhaft aus deinem Kopf zu verbannen.

Stattdessen? Wir müssen einfach lernen, wie wir mit dieser Stimme des Selbstzweifels leben! Wir müssen lernen, uns davon nicht zurückhalten zu lassen, wenn wir die Stimmen hören. Und wir müssen aufhören, Anweisung von dieser Stimme entgegen zu nehmen.

Was kann ich tun, um meine innere Kritikerin zu stoppen?

Die Stimme der Selbstzweifel hält uns ganz schön in Schach. Manchmal ist sie ganz offensichtlich, aber wir sind diese inneren Monologe so gewöhnt, diese Stimme ist uns zur zweiten Natur geworde. 

Wir sind so an diese Stimme in unserem Inneren gewöhnt, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie es ohne sie wäre. Es ist das beständige Hintergrundgeräusch unseres Lebens.

1. Bewusste Wahrnehmung der inneren Kritikerin

Als erstes geht es überhaupt darum, diese innere Stimme, dieses Dauerfeuer, bewusst wahrzunehmen und überhaupt als innere Kritikerin zu erkennen!

Wege, um die Stimme der Inneren Kritikerin zu erkennen

  • Manchmal ganz offensichtlich: Hart, unhöflich, gemein
  • Manchmal subtil, scheinbar auf deine Seite: „Stimme der Vernunft“, „Du bist noch nicht so weit“
  • Manchmal „Greatest Hits“, manchmal ganz neu

Besonders für Frauen zeigt sich die innere Kritikerin in bestimmten Bereichen:

  • Body Image (zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu alt, zu jung)
  • außerdem besonders in Bereichen, in denen Männern nachgesagt wird, besonders gut zu sein:
    • MINT (Mathe / IT / Technik)
    • Finanzielle Angelegenheiten
    • Verhandlungssituationen!
    • ….. Führung!!

Die Stimme ist

  • Irrational, aber absolut beständig!
  • oft aus Angriff und Beschämung ausgelegt
  • Schwarz-weiß-denkend
  • Sie kann inspiriert sein von kritischen Menschen in deinem Leben.

Um dir klar zu werden, was so den ganzen Tag in deinem Kopf passiert, kannst du dir über eine Stop-Technik Klarheit verschaffen: Setze dir einen Timer in deinem Mobiltelefon, und alle 60 min checkst du einmal ein: Was denke ich eigentlich gerade?

2. Trenne deine Gedanken und die Realität

„Ich kann das nicht.“ Eine endgültige Aussage, die keinen Platz für Interpretationen oder Zweifel lässt. Entsprechend niederschlagend ist das Gefühl, dass dadurch entsteht.

Wenn du merkst, dass du extrem kritisch mit dir sprichst, mach dir als nächstes klar, dass nicht DU das bist, sondern dass du gerade deine innere kritische Stimme hörst. Trenne hier! Denn die Stimme ist nicht DIE einzige Realtität, es ist eine Stimme, gespeist durch Impulse von außen. Das bist also nicht DU selbst!

Schaffe dir eine Distanz, indem du die Formulierungen der inneren Kritikers änderst. Mache daraus bewusst eine Abgrenzung: „Ich habe das Gefühl, dass ich etwas nicht kann“ oder „Ich denke, dass ich es nicht kann.“ Vielleicht schaffst du es sogar, dir zu sagen: “Ach kuck, meine innere Kritikerin glaubt, dass ich das nicht kann.” Diese Distanz macht den Raum auf für die Möglichkeit, eine entscheidende Frage zu stellen, die vorher nicht möglich war: Stimmt mein Gefühl oder der Gedanke wirklich?

Wie kann ich das unterscheiden? Wie finde ich heraus, wer da eigentlich gerade in meinem Kopf die Überhand in meinen Gedanken übernimmt? Denn manchmal ist es sogar so, dass beide eigentlich die gleichen Inhalte haben. Aber du erkennst es klar am Ton, der in deinen inneren Monologen vorherrscht. Wenn die innere Kritikerin dominiert, dann ist der Ton ängstlich, wiederholend, wertend und schnell in der Klarstellung: “Du bist noch nicht bereit dafür. Du hast noch nicht das, was es braucht.”

Das realisitsche Denken mag dieselbe Botschaft haben, aber die Grundtonalität ist eine ganz andere: “Puh, das könnte schwierig werden. Vielleicht bist du noch nicht soweit.”

Aber es stellt sich die Frage, wie du weiterkommen könntest in einer Einschätzung der Situation oder weiter auf dem Weg: „Hey, mit wem müsstest du sprechen?“, „Wer kennt sich da aus?“, “Wie könnte ein nächster Schritt aussehen? Wie kann ich herausfinden, ob das wirklich so ist? Wie könnte ich das testen? Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt mit geringem Risiko? Was wäre das schlimmste, was passieren könnte?”

Du kannst hören, das klingt ganz anders.

Realistisches Denken ist neugierig, großzügig, es ist immer auf eurer Seite. Es geht vorwärts auf eurem Weg,

Während die innere Kritikerin immer versuchen wird, euch zu stoppen, und es ist wie eine Endlosschleife der immer gleichen Sachen.

Alle Frauen werden irgendwann mit der Stimme des Selbstzweifels konfrontiert. Hallo, innere Kritikerin! Es ist die Stimme in deinem Kopf, die Zweifel aufkommen lässt, die deine eigene Fähigkeiten schlecht macht und oftmals schlichtweg negativ eingestellt ist: „Du kannst das nicht…“ oder „Das wird doch nie was…“ sind typische Sätze, die die innerere Kritikerin in deinem Kopf soufliert.

Einige Frauen hören sie am lautesten im Bereich des Berufs und der Karriere, andere im Bereich der Erziehung oder der Partnerschaft. Wiederum andere hören sie am lautesten, wenn es um ihr Aussehen, um das Körperbewusstsein oder auch um das Älterwerden geht. Und für andere ist diese Stimme am lautesten, wenn es um ihre kreativen Träume und das Ausleben geht, sei es in der Musik, im Malen, Fotografieren, in der Gestaltung oder im Schreiben.

Wir sind so an diese Stimme in unserem Inneren gewöhnt, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie es ohne sie wäre. Es ist das beständige Hintergrundgeräusch unseres Lebens.

Die Kosten dieser weiblichen Selbstzweifel sind enorm: Denke an alle diese Ideen, über die nicht gesprochen wird, Firmen & Projekte, die nicht gestartet werden, wichtige Fragen, die nicht gestellt werden, Talente, die nicht genutzt werden. Wieviel Leben nicht gelebt, wieviel Lebensfreude nicht ausgedrückt wird aufgrund dieser verdammten inneren Stimmen!

Was ist diese innere Kritikerin?

Kennst du das? In deinem Kopf entsteht ein echtes Feuerwerk der schlechten Laune, weil dir irgendetwas nicht gelungen ist. Und schon geht es los mit einem Stakkato an Sätzen wie diesen:

  • „Du bist echt zu blöd.“
  • “Typisch!”
  • „Mach dir gar keine Mühe, klappt sowieso nicht.“
  • „Was stimmt nur mit dir nicht?“
  • “Warum bekommst du das nicht einmal hin?”

Die Kritik, die du hörst, ist vernichtend, die Stimmen dazu stetig wiederholend und oft sehr laut. Und dieses Schlechtreden der eigenen Person findet von innen heraus statt, du brauchst dazu keine Kritik von Führungskräften, KollegInnen, KundInnen oder FreundInnen. Deine innere Kritikerin speist sich direkt aus den eigenen Gedanken.

Gerade, wenn  vor uns Aufgaben liegen, die neu sind oder unbekannt, wenn es um Entscheidungen oder Veränderungen geht, ist diese Stimme der inneren Kritikerin besonders laut zu vernehmen: “Das geht nicht!”, “Das hat das letzte Mal auch nicht funktionert!”, “Du kannst das nicht!” ….. “Wenn du das jetzt tust, machst du dich lächerlich!”

Dein Selbstwertgefühl? Schrumpft auf die Größe einer Rosine.

Für mich ist die innere Kritikerin die Essenz all der negativen Gedanken , mit denen du dich selbst klein und schlecht machst: negative Selbstgespräche, übertriebene Kritik und selbst gesteckte Grenzen im Kopf, die dir das Leben schwer machen.

Und da die meisten Frauen nicht über die gemeinsten Dinge sprechen, die ihnen diese Stimme erzählt, hören sie auch keine Gegenargumente oder bekommen Unterstützung, und sie hören auch nicht, dass auch andere Frauen, sogar Frauen, die sie bewundern und die nach außen so selbstbewusst wirken, auch dieselben irrationalen, scharfen Stimmen in ihren Köpfen hören.

Warum haben wir diese innere Kritikerin?

Jeder hat sie, die innere Kritikerin, wenn auch mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Zurückzuführen ist sie auf die frühen Jahren der Kindheit. Unsere Eltern sind die wichtigsten Bezugsperson, und sie sind auch sowas wie der moralische Kompass: Sie definieren für uns, was gut oder schlecht ist, was erwünscht oder nicht gern gesehen ist, sie definieren Ge- und Verbote. Lob und Tadel als Feedback zeigen den Weg. Kinder wollen lernen und sie wollen auch alles richtig machen. Sie sind auf die Liebe und Zuneigung der Eltern angewiesen, und somit übernehmen sie die vorgegebenen und auch unausgesprochenen Richtlinien. Sie lernen sich “richtig” für das System zu benehmen.

Et voilà: Genau hier entsteht die innere Kritikerin. Damit die Eltern nicht meckern, ermahnt sich das kleine Mädchen, der kleine Junge selbst. Um gelobt zu werden, entwickeln Kinder eine innere Stimme, die Ihnen sagt, was erlaubt und gut ist. Mit den Jahren wird die innere Kritikerin jedoch größer, gerade in der Teenagerzeit kann das sehr schwierig werden. Dann geht nicht mehr nur um das, was von den Eltern vorgegeben wurde. Sondern es geht um coolness, es geht um Normen, um Druck, dazuzugehören. Das Feedback von außen – und jetzt vielleicht durch die sozialen Medien – ist enorm. Später kommen dann noch Vorgesetzte, Kollegen, KundInnen dazu. Auch gesellschaftliche Normen und Werte prägen unsere innere Kritikerin, z. B. wenn Frauen Kinder bekommen und in die Elternrolle wechseln.

In der Entwicklung hat diese innere kritische Stimme also durchaus ihre Berechtigung. Wir laufen aber in Probleme, wenn die innere Kritikerin im Erwachsenenalter unsere dominierende Kraft wird. Denn sich selbst nimmt man immer mit, egal wohin man geht – die überlaute innere Kritikerin ist schon da! Und das Selbstbewusstsein, das eigentlich da sein könnte, wird von innen heraus unterhölt. Jedes Mal, wenn du dir selbst sagst „Das kannst ich nicht“, bröckelt wieder etwas am wackeligen Selbstbewusstsein.

Das Gefühl, nichts zu können und nichts wert zu sein – natürlich hat das Auswirkungen auf das Privat- und Berufsleben! Jede BEziehung steht unter einem unglücklichen Stern, weil in der Partnerschaft nicht klar ist, mit welchen Dämonen da eigentlich gekämpft wird. Im Job sind viele Frauen durchaus erfolgreich, bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten, weil sie nicht an die eigenen Leistungen und Fähigkeiten glauben.

Wenn jede und jeder diese inneren kritischen Stimmen kennt, dann ist es doch überraschend, das wir nichts dazu in der Schule lernen. Stattdessen glauben wir, es sei ein persönliches Thema. Wir müssten nur mehr Selbstbewusstsein entwickeln, dann wird das schon. Oder uns die richtigen Ziele setzen und sie einfach verfolgen – das kann ja nicht so schwer sein (innere Kritikerin erkannt?). Nicht wenige versuchen, das innere Schandmaul einfach zu ignorieren oder sich mit ihm zu streiten. Der Effekt beider Herangehensweisen ist gering, oft wird es sogar schlimmer: Statt zu schweigen, redet die innere Kritikerin sogar noch lauter und noch eindringlicher.

Was fehlt, ist ein richtiger Umgang mit dieser negativen Stimme.

Die gute Nachricht: Es ist möglich, die innere kritische Stimme in den Griff zu bekommen. Während die Fragen rund um unser Selbstbewusstsein komplex und schwierig scheinen, müssen sie es nicht sein. Denn dazu musst du nicht die magische Quelle des Selbstbewusstseins finden, du musst noch nicht mal tief in deiner Kindheit graben (habe ich versucht, hat auch nicht nachhaltig gewirkt) oder einen Weg finden, die Stimme dauerhaft aus deinem Kopf zu verbannen.

Stattdessen? Wir müssen einfach lernen, wie wir mit dieser Stimme des Selbstzweifels leben! Wir müssen lernen, uns davon nicht zurückhalten zu lassen, wenn wir die Stimmen hören. Und wir müssen aufhören, Anweisung von dieser Stimme entgegen zu nehmen.

Was kann ich tun, um meine innere Kritikerin zu stoppen?

Die Stimme der Selbstzweifel hält uns ganz schön in Schach. Manchmal ist sie ganz offensichtlich, aber wir sind diese inneren Monologe so gewöhnt, diese Stimme ist uns zur zweiten Natur geworde. 

Wir sind so an diese Stimme in unserem Inneren gewöhnt, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie es ohne sie wäre. Es ist das beständige Hintergrundgeräusch unseres Lebens.

1. Bewusste Wahrnehmung der inneren Kritikerin

Als erstes geht es überhaupt darum, diese innere Stimme, dieses Dauerfeuer, bewusst wahrzunehmen und überhaupt als innere Kritikerin zu erkennen!

Wege, um die Stimme der Inneren Kritikerin zu erkennen

  • Manchmal ganz offensichtlich: Hart, unhöflich, gemein
  • Manchmal subtil, scheinbar auf deine Seite: „Stimme der Vernunft“, „Du bist noch nicht so weit“
  • Manchmal „Greatest Hits“, manchmal ganz neu

Besonders für Frauen zeigt sich die innere Kritikerin in bestimmten Bereichen:

  • Body Image (zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu alt, zu jung)
  • außerdem besonders in Bereichen, in denen Männern nachgesagt wird, besonders gut zu sein:
    • MINT (Mathe / IT / Technik)
    • Finanzielle Angelegenheiten
    • Verhandlungssituationen!
    • ….. Führung!!

Die Stimme ist

  • Irrational, aber absolut beständig!
  • oft aus Angriff und Beschämung ausgelegt
  • Schwarz-weiß-denkend
  • Sie kann inspiriert sein von kritischen Menschen in deinem Leben.

Um dir klar zu werden, was so den ganzen Tag in deinem Kopf passiert, kannst du dir über eine Stop-Technik Klarheit verschaffen: Setze dir einen Timer in deinem Mobiltelefon, und alle 60 min checkst du einmal ein: Was denke ich eigentlich gerade?

2. Trenne deine Gedanken und die Realität

„Ich kann das nicht.“ Eine endgültige Aussage, die keinen Platz für Interpretationen oder Zweifel lässt. Entsprechend niederschlagend ist das Gefühl, dass dadurch entsteht.

Wenn du merkst, dass du extrem kritisch mit dir sprichst, mach dir als nächstes klar, dass nicht DU das bist, sondern dass du gerade deine innere kritische Stimme hörst. Trenne hier! Denn die Stimme ist nicht DIE einzige Realtität, es ist eine Stimme, gespeist durch Impulse von außen. Das bist also nicht DU selbst!

Schaffe dir eine Distanz, indem du die Formulierungen der inneren Kritikers änderst. Mache daraus bewusst eine Abgrenzung: „Ich habe das Gefühl, dass ich etwas nicht kann“ oder „Ich denke, dass ich es nicht kann.“ Vielleicht schaffst du es sogar, dir zu sagen: “Ach kuck, meine innere Kritikerin glaubt, dass ich das nicht kann.” Diese Distanz macht den Raum auf für die Möglichkeit, eine entscheidende Frage zu stellen, die vorher nicht möglich war: Stimmt mein Gefühl oder der Gedanke wirklich?

Wie kann ich das unterscheiden? Wie finde ich heraus, wer da eigentlich gerade in meinem Kopf die Überhand in meinen Gedanken übernimmt? Denn manchmal ist es sogar so, dass beide eigentlich die gleichen Inhalte haben. Aber du erkennst es klar am Ton, der in deinen inneren Monologen vorherrscht. Wenn die innere Kritikerin dominiert, dann ist der Ton ängstlich, wiederholend, wertend und schnell in der Klarstellung: “Du bist noch nicht bereit dafür. Du hast noch nicht das, was es braucht.”

Das realisitsche Denken mag dieselbe Botschaft haben, aber die Grundtonalität ist eine ganz andere: “Puh, das könnte schwierig werden. Vielleicht bist du noch nicht soweit.”

Aber es stellt sich die Frage, wie du weiterkommen könntest in einer Einschätzung der Situation oder weiter auf dem Weg: „Hey, mit wem müsstest du sprechen?“, „Wer kennt sich da aus?“, “Wie könnte ein nächster Schritt aussehen? Wie kann ich herausfinden, ob das wirklich so ist? Wie könnte ich das testen? Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt mit geringem Risiko? Was wäre das schlimmste, was passieren könnte?”

Du kannst hören, das klingt ganz anders.

Realistisches Denken ist neugierig, großzügig, es ist immer auf eurer Seite. Es geht vorwärts auf eurem Weg,

Während die innere Kritikerin immer versuchen wird, euch zu stoppen, und es ist wie eine Endlosschleife der immer gleichen Sachen.

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