Kennt ihr das? Ihr steht im (virtuellen) Buchladen eures Vertrauens und wollt vielleicht nur ein Geschenk für eine Freundin kaufen. Und entdeckt dann 1-2 Bücher, die spannend aussehen, vielversprechende Titel tragen oder genau mit den Themen arbeiten, die euch gerade so beschäftigen. Flugs noch mitgenommen, nach Hause getragen, und dann? Nie gelesen!

Der Begriff Pile of Shame oder Stapel der Schande kommt eigentlich aus der Gamingszene und bezeichnet den Stapel an Spielen, den man gekauft, aber nie gespielt hat.

Selten habe ich mich so angesprochen gefühlt von einem Begriff – nicht weil ich Gamerin bin (obwohl ich lange in dem Bereich gearbeitet habe), sondern weil ich dieses Gefühl der Scham für unerledigte Sachen in so vielen Bereiche meines Lebens kenne und das nicht nur für Medien!

Denn es handelt sich bei mir nicht nur um Dinge, die vom Wunschgegenstand zum Krempel werden. Sondern ich nehme mir so viel vor, sei es Lesen, Sport, gesundes Essen, regelmäßig Bloggen, neue Dinge lernen, Wandern….. und dann kommt mein Alltag, mein echtes Leben, und die Wochen vergehen, werden zu Monaten, zu Jahren. Und ich habe immer noch nicht das Buch gelesen, meine Faszien gestreckt, die Zuckerfrei Challenge ausprobiert. Die Dinge, die es dazu braucht, habe ich aber schon gekauft.

Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwie ist mit dem Kauf in meinem Kopf etwas auf „erledigt“ gesetzt – ungebrauchte Konsumgüter als Ersatz für das, was ich eigentlich damit erreichen wollte?

Und so bilden diese unvollendeten Ideen und Pläne, diese im Ansatz gestarteten Überlegungen (virtuelle) Haufen und belasten neben meinem Bücherregal, Kleiderschrank und Keller vor allem meinen Kopf und mein Gewissen. Denn es nervt mich total, dass ich gern „Ja“ zu neuen Dingen sage, aber sie nicht durchziehe. Queen of unfinished business!

Was ist da los, warum tue ich das?

Offensichtlich wird bei mir etwas getriggert, das ein bisschen mehr Besitz gleichbedeutend ist mit ein bisschen mehr Glück. Als Scanner-Persönlichkeit kann ich mich schnell in Dinge denken, für etwas begeistern und Ideen zu etwas entwickeln. Und das Kaufen erfüllt dann die Funktion, dass ich jetzt starte. Erster Schritt in diesem neuen Projekt, in diesem Versprechen. Kaufen ist insofern auch eine Form von Kontrolle und Kontrolle zu gewinnen, gibt uns Menschen ein Gefühl der Sicherheit. Ein positives Gefühl.

Was kann ich diesem positiven Gefühl von „Mehr ist besser“ und dieses dem Kauf innewohnende Versprechen von „Kontrolle“ entgegensetzen?

Kaufabstinenz? Zeitlich befristet? Mein Happiness-Projekt – Wie ich mir ein Jahr nichts neues kaufte und was es mit mir machte? Klingt spannend! Ist das realistisch? Ich bin Business-Ownerin und Mutter von zwei Jungs und ich ahne da schon meine Ausweichmanöver, in dem ich für andere oder mein Business kaufe. Das wird also nicht funktionieren.

Realistischer ist es wohl, meine Kaufentscheidung zu überschlafen. Und mich bei größeren Invests genauer zu befragen, was dieser Kauf denn eigentlich lösen soll. Wenn dann nach 1-2 Nächten der Kaufwunsch auch nach guter Überlegung noch da, dann ist es ok, dem nachzugeben.

Da in meinem Fall auch häufig der Wunsch damit verbunden ist, den ersten Schritt auf einer neuen spannenden Reise zu gehen, brauche ich eine Alternative dazu. Dafür nehme ich jetzt eines meiner Journals und lege ein Projektbuch an, in das ich den Impuls, jede noch so wilde Idee eintrage. So behalte ich den Impuls, die Idee im Blick und kann von hier aus konzeptionell schauen, wie es weitergeht. Statt einfach nur ein neues Buch zu haben.

Und was kann ich jetzt tun, um meinen “Stapel der Schande” abzubauen?

Meine “Piles of Shame” abzubauen und so meinen Kopf wieder frei zu bekommen hat einen vielversprechenden  Nebeneffekt: Ich kann mein Portemonnaie und die Umwelt entlasten.

Als erstes kann ich schon mal klare Regeln überlegen, wann ich etwas behalte und mir mit diesen klaren Regeln eigene Strukturen schaffen, um meinen “Piles of Shame” entgegentreten, z.B.

  • Klamotten entsorgen, die ich in den letzten 24 Monaten nicht getragen habe.
  • Gegenstände entsorgen, die in den letzten 6 Monaten nicht genutzt habe.

Hier fehlt mir allerdings eine emotionale Komponente, denn neben dem Gewinn und der Kontrolle geht es bei mir ja häufig um neue Themen, die mich beschäftigen, mein „Why“: „Was wollte ich denn eigentlich damit?“

Mary Kondo schlägt vor, sich die Dinge nacheinander vorzunehmen und sich zu fragen: „Does it spark joy?“: Welche Dinge machen mir Freude? Wenn es noch eine Resonanz gibt, dann darf es bleiben, alles andere kann ungelesen, ungenutzt gehen. Und das heißt ja nicht, es einfach wegzuschmeißen, sondern ich kann es auch an Freunde oder über ebay Kleinanzeigen verschenken, ich kann es spenden oder auf dem (virtuellen) Flohmarkt verkaufen.

Ich mag die Idee, mir auch noch einmal Zeit für die Resonanz zu nehmen: Was ist es denn, was die Freude hervorruft? Kann ich das schon sehen, fühlen? Was ist das Versprechen in dieser Sache?

Ok, der Winter kann kommen. Ich habe genug zu tun!

Kennt ihr das? Ihr steht im (virtuellen) Buchladen eures Vertrauens und wollt vielleicht nur ein Geschenk für eine Freundin kaufen. Und entdeckt dann 1-2 Bücher, die spannend aussehen, vielversprechende Titel tragen oder genau mit den Themen arbeiten, die euch gerade so beschäftigen. Flugs noch mitgenommen, nach Hause getragen, und dann? Nie gelesen!

Der Begriff Pile of Shame oder Stapel der Schande kommt eigentlich aus der Gamingszene und bezeichnet den Stapel an Spielen, den man gekauft, aber nie gespielt hat.

Selten habe ich mich so angesprochen gefühlt von einem Begriff – nicht weil ich Gamerin bin (obwohl ich lange in dem Bereich gearbeitet habe), sondern weil ich dieses Gefühl der Scham für unerledigte Sachen in so vielen Bereiche meines Lebens kenne und das nicht nur für Medien!

Denn es handelt sich bei mir nicht nur um Dinge, die vom Wunschgegenstand zum Krempel werden. Sondern ich nehme mir so viel vor, sei es Lesen, Sport, gesundes Essen, regelmäßig Bloggen, neue Dinge lernen, Wandern….. und dann kommt mein Alltag, mein echtes Leben, und die Wochen vergehen, werden zu Monaten, zu Jahren. Und ich habe immer noch nicht das Buch gelesen, meine Faszien gestreckt, die Zuckerfrei Challenge ausprobiert. Die Dinge, die es dazu braucht, habe ich aber schon gekauft.

Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwie ist mit dem Kauf in meinem Kopf etwas auf „erledigt“ gesetzt – ungebrauchte Konsumgüter als Ersatz für das, was ich eigentlich damit erreichen wollte?

Und so bilden diese unvollendeten Ideen und Pläne, diese im Ansatz gestarteten Überlegungen (virtuelle) Haufen und belasten neben meinem Bücherregal, Kleiderschrank und Keller vor allem meinen Kopf und mein Gewissen. Denn es nervt mich total, dass ich gern „Ja“ zu neuen Dingen sage, aber sie nicht durchziehe. Queen of unfinished business!

Was ist da los, warum tue ich das?

Offensichtlich wird bei mir etwas getriggert, das ein bisschen mehr Besitz gleichbedeutend ist mit ein bisschen mehr Glück. Als Scanner-Persönlichkeit kann ich mich schnell in Dinge denken, für etwas begeistern und Ideen zu etwas entwickeln. Und das Kaufen erfüllt dann die Funktion, dass ich jetzt starte. Erster Schritt in diesem neuen Projekt, in diesem Versprechen. Kaufen ist insofern auch eine Form von Kontrolle und Kontrolle zu gewinnen, gibt uns Menschen ein Gefühl der Sicherheit. Ein positives Gefühl.

Was kann ich diesem positiven Gefühl von „Mehr ist besser“ und dieses dem Kauf innewohnende Versprechen von „Kontrolle“ entgegensetzen?

Kaufabstinenz? Zeitlich befristet? Mein Happiness-Projekt – Wie ich mir ein Jahr nichts neues kaufte und was es mit mir machte? Klingt spannend! Ist das realistisch? Ich bin Business-Ownerin und Mutter von zwei Jungs und ich ahne da schon meine Ausweichmanöver, in dem ich für andere oder mein Business kaufe. Das wird also nicht funktionieren.

Realistischer ist es wohl, meine Kaufentscheidung zu überschlafen. Und mich bei größeren Invests genauer zu befragen, was dieser Kauf denn eigentlich lösen soll. Wenn dann nach 1-2 Nächten der Kaufwunsch auch nach guter Überlegung noch da, dann ist es ok, dem nachzugeben.

Da in meinem Fall auch häufig der Wunsch damit verbunden ist, den ersten Schritt auf einer neuen spannenden Reise zu gehen, brauche ich eine Alternative dazu. Dafür nehme ich jetzt eines meiner Journals und lege ein Projektbuch an, in das ich den Impuls, jede noch so wilde Idee eintrage. So behalte ich den Impuls, die Idee im Blick und kann von hier aus konzeptionell schauen, wie es weitergeht. Statt einfach nur ein neues Buch zu haben.

Und was kann ich jetzt tun, um meinen “Stapel der Schande” abzubauen?

Meine “Piles of Shame” abzubauen und so meinen Kopf wieder frei zu bekommen hat einen vielversprechenden  Nebeneffekt: Ich kann mein Portemonnaie und die Umwelt entlasten.

Als erstes kann ich schon mal klare Regeln überlegen, wann ich etwas behalte und mir mit diesen klaren Regeln eigene Strukturen schaffen, um meinen “Piles of Shame” entgegentreten, z.B.

  • Klamotten entsorgen, die ich in den letzten 24 Monaten nicht getragen habe.
  • Gegenstände entsorgen, die in den letzten 6 Monaten nicht genutzt habe.

Hier fehlt mir allerdings eine emotionale Komponente, denn neben dem Gewinn und der Kontrolle geht es bei mir ja häufig um neue Themen, die mich beschäftigen, mein „Why“: „Was wollte ich denn eigentlich damit?“

Mary Kondo schlägt vor, sich die Dinge nacheinander vorzunehmen und sich zu fragen: „Does it spark joy?“: Welche Dinge machen mir Freude? Wenn es noch eine Resonanz gibt, dann darf es bleiben, alles andere kann ungelesen, ungenutzt gehen. Und das heißt ja nicht, es einfach wegzuschmeißen, sondern ich kann es auch an Freunde oder über ebay Kleinanzeigen verschenken, ich kann es spenden oder auf dem (virtuellen) Flohmarkt verkaufen.

Ich mag die Idee, mir auch noch einmal Zeit für die Resonanz zu nehmen: Was ist es denn, was die Freude hervorruft? Kann ich das schon sehen, fühlen? Was ist das Versprechen in dieser Sache?

Ok, der Winter kann kommen. Ich habe genug zu tun!

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