Ich schreibe dies in der Woche nach den Präsidentschaftswahlen in den USA. Am Wochenende ist eine der längsten Zitterpartien der politischen Geschichte entschieden worden. Puh!

Gleichzeitig befindet sich die Welt nach einem für uns entspannteren Sommer im Griff eines sehr kleinen Viruses, und Europa fährt aktuell gerade wieder runter. Letzte Woche dann bei uns in Deutschland die Entscheidung für den „Mini-Lockdown“. Wie es im Winter weitergehen soll? Darüber streiten die Virologen und keiner weiß genau, wie der beste Weg ist.

Die Spannungen der letzten Tage waren extrem hoch und wir kleben fast an unseren Smartphones / Computern / Fernsehern. Ich ertappte mich in den Tagen dabei, die Nachrichten auf meinem Telefon innerhalb von drei Minuten sechs Mal reflexartig zu aktualisieren: Wer wird Präsident? Gab es Ausschreitungen? Wie sind die Corona-Zahlen? Wird es wieder Schulschließungen in Hamburg geben? Gibt es neue Entwicklungen, die weitere Auswirkungen auf mein Business haben?

Am letzten Freitag wachte ich plötzlich um 3 Uhr morgens auf und fühlte mich, als würde ich in der kollektiven Angst der ganzen Welt ertrinken. Ich bin nicht wieder eingeschlafen, also bin ich wie ein Zombie durch den Tag gerannt und dann um 19 Uhr ins Bett gefallen.

Diese Woche fühle ich mich jetzt wieder wie ein Mensch, und ich denke: Wir Menschen (mich selbst natürlich eingeschlossen) sind nicht gut im Umgang mit Unsicherheit.

Und ich glaube, dass diese Unfähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, direkt mit einem Mangel an Mut und Kreativität zusammenhängt, den ich in der Welt beobachte.

Es braucht Mut, sich für eine Sache, für einen nächsten Schritt zu entscheiden, wenn der Ausgang ungewiss ist.

Und auch etwas kreativ zu erschaffen ist per Definition ein Prozess, bei dem wir uns mit Unsicherheit auseinandersetzen müssen. Wenn wir wüssten, was bei einem Projekt – egal ob es sich um ein Bild, eine Geschichte, ein Lied handelt – herauskommen würde, gäbe es keinen Raum für kreativen Ausdruck, für Ausprobieren. Es wäre kein Platz mehr, um etwas Neues zu schaffen.

Wenn ich schreibe, dann fühlt es sich beängstigend an, sich vor das leere, weiße Blatt Papier zu setzen.

In meinem Kopf toben dann so viele offene Fragen herum: Was wird passieren? Wird das Schreiben überhaupt gut? Warum denke ich, dass ich überhaupt schreiben sollte? Was ist, wenn das, was ich schreibe, niemandem gefällt? Was ist, wenn dies nur Zeitverschwendung ist? Oft genug gebe ich mir schnelle Antworten darauf – kritische Antworten, um diese Unsicherheit nicht aushalten zu müssen: „Lohnt sowieso nicht.“, „Du kannst sowieso nicht schreiben.“, „Du bist nicht gut genug.“

Aber was wäre, wenn wir annehmen könnten, diese Unsicherheit auszuhalten (Wobei Aushalten ein blödes Wort ist, denn es steckt auch ein Funke von „ausharren“ drin)? Was wäre, wenn wir einfach mal mit dieser Unsicherheit leben? Was wäre, wenn wir diese Unsicherheit benennen und beobachten, welche Gedanken als nächstes kommen?

Denn wenn wir erkennen, dass diese Unsicherheiten oft nur einen (sehr lauter) Teil der Stimmen abbilden, die in unserem Kopf sind, dann erkennen wir auchm dass es da noch weitere – ganz andere – Stimmen in uns gibt: die Stimme der Freude, die Neugier, der der Willen, etwas Neues auszuprobieren oder etwas zu erschaffen.

Wenn wir Unsicherheiten als Teil in der Welt, als Teil in uns erkennen, anstatt uns davon ablenken zu lassen und vorschnell Schlüsse zu ziehen, dann geschieht etwas Magisches. Ein Funke entzündet sich. Wir erhalten wieder Kraft für Neues. Wir fühlen uns lebendig. Wir können uns unsicher fühlen und trotzdem weiterleben, weiter gestalten. Mit einer Haltung des „Sowohl als auch“.

Denn wie auch immer es jetzt weitergeht, in Deutschland, in Europa und in der Welt: Unsere Welt braucht derzeit Neugier, kreative Lösungen, Lebendigkeit, Menschlichkeit.

Seien wir die Veränderung, die wir uns wünschen.

Ich schreibe dies in der Woche nach den Präsidentschaftswahlen in den USA. Am Wochenende ist eine der längsten Zitterpartien der politischen Geschichte entschieden worden. Puh!

Gleichzeitig befindet sich die Welt nach einem für uns entspannteren Sommer im Griff eines sehr kleinen Viruses, und Europa fährt aktuell gerade wieder runter. Letzte Woche dann bei uns in Deutschland die Entscheidung für den „Mini-Lockdown“. Wie es im Winter weitergehen soll? Darüber streiten die Virologen und keiner weiß genau, wie der beste Weg ist.

Die Spannungen der letzten Tage waren extrem hoch und wir kleben fast an unseren Smartphones / Computern / Fernsehern. Ich ertappte mich in den Tagen dabei, die Nachrichten auf meinem Telefon innerhalb von drei Minuten sechs Mal reflexartig zu aktualisieren: Wer wird Präsident? Gab es Ausschreitungen? Wie sind die Corona-Zahlen? Wird es wieder Schulschließungen in Hamburg geben? Gibt es neue Entwicklungen, die weitere Auswirkungen auf mein Business haben?

Am letzten Freitag wachte ich plötzlich um 3 Uhr morgens auf und fühlte mich, als würde ich in der kollektiven Angst der ganzen Welt ertrinken. Ich bin nicht wieder eingeschlafen, also bin ich wie ein Zombie durch den Tag gerannt und dann um 19 Uhr ins Bett gefallen.

Diese Woche fühle ich mich jetzt wieder wie ein Mensch, und ich denke: Wir Menschen (mich selbst natürlich eingeschlossen) sind nicht gut im Umgang mit Unsicherheit.

Und ich glaube, dass diese Unfähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, direkt mit einem Mangel an Mut und Kreativität zusammenhängt, den ich in der Welt beobachte.

Es braucht Mut, sich für eine Sache, für einen nächsten Schritt zu entscheiden, wenn der Ausgang ungewiss ist.

Und auch etwas kreativ zu erschaffen ist per Definition ein Prozess, bei dem wir uns mit Unsicherheit auseinandersetzen müssen. Wenn wir wüssten, was bei einem Projekt – egal ob es sich um ein Bild, eine Geschichte, ein Lied handelt – herauskommen würde, gäbe es keinen Raum für kreativen Ausdruck, für Ausprobieren. Es wäre kein Platz mehr, um etwas Neues zu schaffen.

Wenn ich schreibe, dann fühlt es sich beängstigend an, sich vor das leere, weiße Blatt Papier zu setzen.

In meinem Kopf toben dann so viele offene Fragen herum: Was wird passieren? Wird das Schreiben überhaupt gut? Warum denke ich, dass ich überhaupt schreiben sollte? Was ist, wenn das, was ich schreibe, niemandem gefällt? Was ist, wenn dies nur Zeitverschwendung ist? Oft genug gebe ich mir schnelle Antworten darauf – kritische Antworten, um diese Unsicherheit nicht aushalten zu müssen: „Lohnt sowieso nicht.“, „Du kannst sowieso nicht schreiben.“, „Du bist nicht gut genug.“

Aber was wäre, wenn wir annehmen könnten, diese Unsicherheit auszuhalten (Wobei Aushalten ein blödes Wort ist, denn es steckt auch ein Funke von „ausharren“ drin)? Was wäre, wenn wir einfach mal mit dieser Unsicherheit leben? Was wäre, wenn wir diese Unsicherheit benennen und beobachten, welche Gedanken als nächstes kommen?

Denn wenn wir erkennen, dass diese Unsicherheiten oft nur einen (sehr lauter) Teil der Stimmen abbilden, die in unserem Kopf sind, dann erkennen wir auchm dass es da noch weitere – ganz andere – Stimmen in uns gibt: die Stimme der Freude, die Neugier, der der Willen, etwas Neues auszuprobieren oder etwas zu erschaffen.

Wenn wir Unsicherheiten als Teil in der Welt, als Teil in uns erkennen, anstatt uns davon ablenken zu lassen und vorschnell Schlüsse zu ziehen, dann geschieht etwas Magisches. Ein Funke entzündet sich. Wir erhalten wieder Kraft für Neues. Wir fühlen uns lebendig. Wir können uns unsicher fühlen und trotzdem weiterleben, weiter gestalten. Mit einer Haltung des „Sowohl als auch“.

Denn wie auch immer es jetzt weitergeht, in Deutschland, in Europa und in der Welt: Unsere Welt braucht derzeit Neugier, kreative Lösungen, Lebendigkeit, Menschlichkeit.

Seien wir die Veränderung, die wir uns wünschen.