In meiner persönlichen Arbeit an mir selbst habe ich etwas gelernt, das ich mit dir teilen möchte.
Es hat so viel für mich verändert.

Aktuell wird in unserer westlichen Kultur sehr viel über Achtsamkeit gesprochen. Achtsamkeit bedeutet, ein Beobachter deiner eigenen Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen zu werden. Sie achtsam wahrzunehmen, anstatt – oft unbewusst – in ihnen gefangen zu sein. Verhaltensmuster zu beobachten, anstatt sich mit ihnen voll zu identifizieren und sie für die einzige Wirklichkeit zu halten.

Durch Meditation, Schreiben oder Gespräche mit einem Therapeuten, Coach oder mit guten Freunden stellen wir uns Fragen wie:

  • Was fühle ich?
  • Welcher einschränkende Glaubenssatz hält mich zurück?
  • Welche alte Konditionierung führt dazu, dass ich mich und andere verletze?

Wenn wir diese Fragen für uns beantworten, dann können wir beginnen, alte Muster und Überzeugungen, die unsere Entscheidungen ansonsten tagtäglich unbewusst bestimmen, einfach nur zu betrachten, zu bewerten und so zu beeinflussen.

Zu all dem würde ich sagen: Ja.
Diese Art der Selbsterkenntnis kann uns die Möglichkeiten geben, einen Glauben oder ein Verhalten zu ändern.

Aber die Klarheit alleine – das Bewusstsein über die Dinge – ist für mich nicht wirklich das Wichtigste, um Veränderungen herbeizuführen.
Dies ist mir persönlich in letzter Zeit sehr klar geworden.

Das Wichtigste ist etwas, das danach kommt – in dem Raum zwischen Bewusstwerden und Handeln.

Was meine ich damit? Nehmen wir an, ich habe durch eine Achtsamkeitsübung wie achtsames Schreiben festgestellt, dass ich einen alten und tief verwurzelten Glaubenssatz habe: Ich gehöre nicht dazu.

Durch weiteres Nachdenken erinnere ich mich an einige der frühen Kindheitserfahrungen, die zu diesem Glaubenssatz geführt haben: Als ich klein war, war ich irgendwie anders als die anderen Kinder, ich sah anders aus, und ich erinnere mich an einige schmerzhafte Erinnerungen, ausgeschlossen zu sein.

Mithilfe dieser achtsamen Übungen bin ich zu diesen Erkenntnissen gekommen.
Ich bin mir also dieses einschränkenden Glaubenssatzes bewusst geworden, den ich in mir trage.
Ich bin mir der Ursachen bewusst.
Ich bin mir der Folgen bewusst.

Aber das ist nicht genug für mich, um echte Veränderungen vorzunehmen und nicht mehr aus diesem Glauben heraus zu handeln.

Warum? Weil der jüngere, verletzte Teil von mir, der diese frühen Botschaften erhalten hat, durch mein neues kognitives Bewusstsein über sie nicht beruhigt oder geheilt wird. Kognitiv bewusst zu sein bedeutet, ich habe es quasi verstanden, ins Bewusstsein gehoben, durchdacht.

Das ist das Besondere, das ich noch einmal wiederholen möchte:
Der jüngere, verletzte Teil in mir, das verletzte innere Kind, das diese frühen Botschaften erhalten hat, wird durch mein neues kognitives Bewusstsein über die Verletzungen nicht beruhigt oder geheilt.

Das innere Kind in mir, die Kleine von damals, braucht etwas anderes. Sie muss die frühen Erfahrungen der Nichtzugehörigkeit heilen. Sie muss die Liebe und Unterstützung erhalten, die sie zum Zeitpunkt dieser schmerzhaften Erfahrungen brauchte, sie aber nicht bekam. Sie muss wissen, dass ein älterer Erwachsener zu ihr steht und für sie da sein wird, entschlossen und voller Liebe, wenn sie sich einsam fühlt.

Also nehme ich wieder meinen Stift heraus und finde all ihre alten Schmerzen und nehme sie wahr und an, so wie sie sind. Mit „wahrnehmen“ meine ich nicht „akzeptieren“. Ich meine ein wörtliches „wahr-nehmen“, die Wahrheit der Kleinen damals als wahr anzunehmen. Ich meine ein liebevolles Annehmen.
Und ich schreibe eine Liste dieser liebevollen Annahmen:

  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich anders fühlte.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich umsah und fühlte, dass ihr Körper sich von allen anderen unterschied.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das gesehen werden wollte.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich einfügen und eines von vielen sein wollte, und fühle mich als Teil eines größeren Ganzen.

Ich wusste bis zum letzten Jahr nicht, dass du einen alten Schmerz annehmen und ihn so verwandeln kannst.
Mir war nicht bewusst, dass einige Emotionen in dir deine innere liebevolle Annahme, eine Umarmung für dich selbst, brauchen.
Ich wusste nicht, dass diese seltsamen immateriellen Umarmungen wie Magie sind, die alles in mir verändern.

Du kannst dir diese Selbstannahme selbst geben, z. B. durch Schreiben. Oder du kannst dir dein jüngeres Ich vor deinem inneren Auge vorstellen und zu ihr gehen, sie fragen, was sie jetzt gerade braucht und es ihr geben. Bleib dann bei ihr, bis es ihr gut geht, bis sie dich gehen lässt, bereit, wieder glücklich zu spielen. Sie wird dich wissen lassen, wenn sie wieder ganz geworden ist.

Das ist der Unterschied – nicht das neue Bewusstsein, sondern die Annahme, die ich dem geben kann, was mir gerade bewusst geworden ist. Diese tiefe, innere Annahme ermöglicht mir, das aufzulösen, was seit langem in mir blockiert ist.

Es ist die Liebe, die ich dem alten Schmerz gebe.
Die es mir dann ermöglicht, nicht mehr aus diesem alten Schmerz heraus zu handeln.

Jetzt weiß ich: Wenn du dein jüngeres Ich in letzter Zeit nicht angenommen hast, dann führst du ein Leben voller Kompromisse.

Thich Nhat Hanh, buddhistischer Mönch, globaler spiritueller Führer und Friedensaktivist, schrieb:

Manchmal braucht das verwundete Kind in uns all unsere Aufmerksamkeit … Wenn du aufmerksam bist, hörst du seine oder ihre Stimme um Hilfe rufen. In diesem Moment … gehst du zurück und umarmst zärtlich das verwundete Kind in dir …

„Wenn wir davon sprechen, mit Mitgefühl zuzuhören, denken wir normalerweise daran, jemand anderem zuzuhören. Wir müssen aber auch auf das verwundete Kind in uns hören. Das verwundete Kind in uns ist im gegenwärtigen Moment hier. Und wir können ihn oder sie jetzt heilen. ‚Mein liebes kleines verwundetes Kind, ich bin für dich da und bereit, dir zuzuhören. Bitte erzähl mir all dein Leiden, all deinen Schmerz. Ich bin hier und höre wirklich zu.‘ Und wenn du weißt, wie du zu ihr und zu ihm zurückkehren und jeden Tag fünf oder zehn Minuten lang so zuhören kannst, dann wird Heilung stattfinden.“

Das ist also meine Idee zum Nachdenken für dich:

Finde einen alten Schmerz. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen solltest, könntest du dich fragen:

  • Welche Ängste haben mich heute gepackt?
  • Wo habe ich mich und meine Ideale belogen?
  • Wann war ich unehrlich zu mir und den anderen?
  • Dann frage dich, warum dachtest du, du könntest nicht die Wahrheit sagen?
  • Oder woher kommt diese Angst?
  • Wenn du tiefer in das Warum dieser Angst, dieser Selbstverleugnung oder dieser Unehrlichkeit schaust und ihr bis zum Ursprung folgst, dann wirst du diesen alten Schmerz finden.

Finde dein jüngere Selbst, das kleine Kind, das es zuerst erlebt hat, und fühle alles, was sie durchgemacht hat.

Dann schreibe deine tiefe Annahme dessen, was war.
Alles in ihr nimmst du so an. Alles, was da noch in dir ist, nimmst du jetzt an.

  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das…
  • Ich nehme das kleine Mädchen in den Arm, das damals ……tun musste…
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das fühlte …

Du wirst den Unterschied fühlen.
In deiner Brust, über ein Kribbeln auf deiner Haut. Dies verändert alles.

Ich umarme dich,

Sandra

In meiner persönlichen Arbeit an mir selbst habe ich etwas gelernt, das ich mit dir teilen möchte.
Es hat so viel für mich verändert.

Aktuell wird in unserer westlichen Kultur sehr viel über Achtsamkeit gesprochen. Achtsamkeit bedeutet, ein Beobachter deiner eigenen Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen zu werden. Sie achtsam wahrzunehmen, anstatt – oft unbewusst – in ihnen gefangen zu sein. Verhaltensmuster zu beobachten, anstatt sich mit ihnen voll zu identifizieren und sie für die einzige Wirklichkeit zu halten.

Durch Meditation, Schreiben oder Gespräche mit einem Therapeuten, Coach oder mit guten Freunden stellen wir uns Fragen wie:

  • Was fühle ich?
  • Welcher einschränkende Glaubenssatz hält mich zurück?
  • Welche alte Konditionierung führt dazu, dass ich mich und andere verletze?

Wenn wir diese Fragen für uns beantworten, dann können wir beginnen, alte Muster und Überzeugungen, die unsere Entscheidungen ansonsten tagtäglich unbewusst bestimmen, einfach nur zu betrachten, zu bewerten und so zu beeinflussen.

Zu all dem würde ich sagen: Ja.
Diese Art der Selbsterkenntnis kann uns die Möglichkeiten geben, einen Glauben oder ein Verhalten zu ändern.

Aber die Klarheit alleine – das Bewusstsein über die Dinge – ist für mich nicht wirklich das Wichtigste, um Veränderungen herbeizuführen.
Dies ist mir persönlich in letzter Zeit sehr klar geworden.

Das Wichtigste ist etwas, das danach kommt – in dem Raum zwischen Bewusstwerden und Handeln.

Was meine ich damit? Nehmen wir an, ich habe durch eine Achtsamkeitsübung wie achtsames Schreiben festgestellt, dass ich einen alten und tief verwurzelten Glaubenssatz habe: Ich gehöre nicht dazu.

Durch weiteres Nachdenken erinnere ich mich an einige der frühen Kindheitserfahrungen, die zu diesem Glaubenssatz geführt haben: Als ich klein war, war ich irgendwie anders als die anderen Kinder, ich sah anders aus, und ich erinnere mich an einige schmerzhafte Erinnerungen, ausgeschlossen zu sein.

Mithilfe dieser achtsamen Übungen bin ich zu diesen Erkenntnissen gekommen.
Ich bin mir also dieses einschränkenden Glaubenssatzes bewusst geworden, den ich in mir trage.
Ich bin mir der Ursachen bewusst.
Ich bin mir der Folgen bewusst.

Aber das ist nicht genug für mich, um echte Veränderungen vorzunehmen und nicht mehr aus diesem Glauben heraus zu handeln.

Warum? Weil der jüngere, verletzte Teil von mir, der diese frühen Botschaften erhalten hat, durch mein neues kognitives Bewusstsein über sie nicht beruhigt oder geheilt wird. Kognitiv bewusst zu sein bedeutet, ich habe es quasi verstanden, ins Bewusstsein gehoben, durchdacht.

Das ist das Besondere, das ich noch einmal wiederholen möchte:
Der jüngere, verletzte Teil in mir, das verletzte innere Kind, das diese frühen Botschaften erhalten hat, wird durch mein neues kognitives Bewusstsein über die Verletzungen nicht beruhigt oder geheilt.

Das innere Kind in mir, die Kleine von damals, braucht etwas anderes. Sie muss die frühen Erfahrungen der Nichtzugehörigkeit heilen. Sie muss die Liebe und Unterstützung erhalten, die sie zum Zeitpunkt dieser schmerzhaften Erfahrungen brauchte, sie aber nicht bekam. Sie muss wissen, dass ein älterer Erwachsener zu ihr steht und für sie da sein wird, entschlossen und voller Liebe, wenn sie sich einsam fühlt.

Also nehme ich wieder meinen Stift heraus und finde all ihre alten Schmerzen und nehme sie wahr und an, so wie sie sind. Mit „wahrnehmen“ meine ich nicht „akzeptieren“. Ich meine ein wörtliches „wahr-nehmen“, die Wahrheit der Kleinen damals als wahr anzunehmen. Ich meine ein liebevolles Annehmen.
Und ich schreibe eine Liste dieser liebevollen Annahmen:

  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich anders fühlte.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich umsah und fühlte, dass ihr Körper sich von allen anderen unterschied.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das gesehen werden wollte.
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das sich einfügen und eines von vielen sein wollte, und fühle mich als Teil eines größeren Ganzen.

Ich wusste bis zum letzten Jahr nicht, dass du einen alten Schmerz annehmen und ihn so verwandeln kannst.
Mir war nicht bewusst, dass einige Emotionen in dir deine innere liebevolle Annahme, eine Umarmung für dich selbst, brauchen.
Ich wusste nicht, dass diese seltsamen immateriellen Umarmungen wie Magie sind, die alles in mir verändern.

Du kannst dir diese Selbstannahme selbst geben, z. B. durch Schreiben. Oder du kannst dir dein jüngeres Ich vor deinem inneren Auge vorstellen und zu ihr gehen, sie fragen, was sie jetzt gerade braucht und es ihr geben. Bleib dann bei ihr, bis es ihr gut geht, bis sie dich gehen lässt, bereit, wieder glücklich zu spielen. Sie wird dich wissen lassen, wenn sie wieder ganz geworden ist.

Das ist der Unterschied – nicht das neue Bewusstsein, sondern die Annahme, die ich dem geben kann, was mir gerade bewusst geworden ist. Diese tiefe, innere Annahme ermöglicht mir, das aufzulösen, was seit langem in mir blockiert ist.

Es ist die Liebe, die ich dem alten Schmerz gebe.
Die es mir dann ermöglicht, nicht mehr aus diesem alten Schmerz heraus zu handeln.

Jetzt weiß ich: Wenn du dein jüngeres Ich in letzter Zeit nicht angenommen hast, dann führst du ein Leben voller Kompromisse.

Thich Nhat Hanh, buddhistischer Mönch, globaler spiritueller Führer und Friedensaktivist, schrieb:

Manchmal braucht das verwundete Kind in uns all unsere Aufmerksamkeit … Wenn du aufmerksam bist, hörst du seine oder ihre Stimme um Hilfe rufen. In diesem Moment … gehst du zurück und umarmst zärtlich das verwundete Kind in dir …

„Wenn wir davon sprechen, mit Mitgefühl zuzuhören, denken wir normalerweise daran, jemand anderem zuzuhören. Wir müssen aber auch auf das verwundete Kind in uns hören. Das verwundete Kind in uns ist im gegenwärtigen Moment hier. Und wir können ihn oder sie jetzt heilen. ‚Mein liebes kleines verwundetes Kind, ich bin für dich da und bereit, dir zuzuhören. Bitte erzähl mir all dein Leiden, all deinen Schmerz. Ich bin hier und höre wirklich zu.‘ Und wenn du weißt, wie du zu ihr und zu ihm zurückkehren und jeden Tag fünf oder zehn Minuten lang so zuhören kannst, dann wird Heilung stattfinden.“

Das ist also meine Idee zum Nachdenken für dich:

Finde einen alten Schmerz. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen solltest, könntest du dich fragen:

  • Welche Ängste haben mich heute gepackt?
  • Wo habe ich mich und meine Ideale belogen?
  • Wann war ich unehrlich zu mir und den anderen?
  • Dann frage dich, warum dachtest du, du könntest nicht die Wahrheit sagen?
  • Oder woher kommt diese Angst?
  • Wenn du tiefer in das Warum dieser Angst, dieser Selbstverleugnung oder dieser Unehrlichkeit schaust und ihr bis zum Ursprung folgst, dann wirst du diesen alten Schmerz finden.

Finde dein jüngere Selbst, das kleine Kind, das es zuerst erlebt hat, und fühle alles, was sie durchgemacht hat.

Dann schreibe deine tiefe Annahme dessen, was war.
Alles in ihr nimmst du so an. Alles, was da noch in dir ist, nimmst du jetzt an.

  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das…
  • Ich nehme das kleine Mädchen in den Arm, das damals ……tun musste…
  • Ich nehme das kleine Mädchen an, das fühlte …

Du wirst den Unterschied fühlen.
In deiner Brust, über ein Kribbeln auf deiner Haut. Dies verändert alles.

Ich umarme dich,

Sandra