Das erste „Note 2“-Leben, das mir bewusst aufgefallen war, war meins.

Bis dahin hatte ich eigentlich alles, was auf meiner Checkliste für mein Leben draufstand, erreicht: einen verantwortungsvollen Job, den ich meistens mochte, eine großartige Ehe, eine schöne Altbauwohnung in meiner Traumstadt, wundervolle Freunde. Ich erfreute mich einer guten Gesundheit und meine Beziehungen zu meiner weiteren Familie waren gut. Aber tief in mir hatte ich dieses subtile, unangenehme Gefühl, dass das noch nicht alles war, dass das nicht mein richtiges Leben war. Ich hatte immer wieder diesen einen beunruhigenden Gedanken – dass ich am Ende meines Lebens das Gefühl haben würde, der Angst gegenüber loyaler gewesen zu sein als meinen Träumen.

Dann wiederum dachte ich, die Dinge waren doch gut, wie sie sind. Ich war mit so vielen positiven Momenten in meinem Leben gesegnet – was war eigentlich mein Problem?

Mein Problem war das Problem des „Note 2“ Lebens.

In einem „Note 2“-Leben sind die Dinge gut, aber nicht großartig. Alle wichtigen Lebenselemente sind vorhanden: gute Arbeit, gute Freunde, Menschen, die dich lieben. Alle Punkte auf der Checkliste: abgehakt.

Aber etwas fühlt sich nicht richtig an, vielleicht so, als wäre das Leben in Schwarzweiß und nicht in Farbe. Etwas in dir fragt immer wieder:

„Soll das alles gewesen sein?“

Doch was wäre die Alternative?

Einfach noch die Sternchenaufgaben abhaken, dann würde ich meinem Leben die „Note 1“ verleihen? Nein, denn in der Note „sehr gut“ wäre dann eine Art Perfektion enthalten, als ob das Leben ein Test für lauter 1er Noten wäre. Und aus meiner Sicht hat die Alternative zu diesem „Note 2“ Leben nichts mit Perfektion zu tun. Vielmehr geht es darum, Dinge zu versuchen, Unordnung in die starre Ordnung zu bringen, um unvollkommenes Handeln, das Lernen nun mal innewohnt – und es geht um Risiken.

Es ist das Leben, von dem du weißt, dass du es mit dem Gefühl abschließen wirst: „Ja, ich war wirklich hier. Ich habe es wirklich getan. Ich habe gelebt, ich habe erlebt, ich habe geschaffen, ich habe gelernt, ich hatte Einfluss.“

Es ist ein Leben, das lebendig ist. Das regelmäßig zu Tränen rührt und das Freude verströmt. Das anstrengend ist, herausfordernd und befriedigend. Das neu ist, ungewohnt. Und schön.

Wenn du aktuell in den Grautönen eines „Note 2“ Lebens steckst, könntest du über diese fünf Schritte wieder Farbe in dein Leben bringen:

  1. Verlass‘ die Herde.

Das Leben, das dir Sinn und Erfüllung bringt, sieht höchstwahrscheinlich anders aus als das Leben, das deine Nachbarn, Familienmitglieder und Freunde führen. Finde heraus: Was macht dir wirklich Freude? Was ist dir am wichtigsten? Was sind deine Lieben, deine Sehnsüchte? Du wirst mit allem, was dich auszeichnet, einzigartig sein. Ok, du wirst dich manchmal nicht unbedingt beliebt machen. Aber es gibt nun mal keinen wirklichen Ersatz dafür, ein Leben auch zu deinen Bedingungen zu führen.

  1. Höre auf das, was dich ruft.

Wir alle bekommen Aufgaben gestellt im Leben, oder Berufungen in unserer Arbeit, denen wir folgen sollen. Es geht dabei um kleine und große Aufgaben, die uns gestellt werden, um unsere Umwelt ein kleines bisschen oder einen großen Schritt besser zu machen. Das Gefühl von „Note 2“ stellt sich ein, wenn wir diesen Rufen nicht folgen. Diese unerfüllten Seiten unserer Persönlichkeit lassen unser Leben verblassen. Daher: Nimm diesen Weckruf ernst. Gib dem, was dich ruft, deine Zeit und Energie. Diese Hinweise führen uns zu unserer Aufgabe (übrigens einer Aufgabe, die in deinem jetzigen Job oder außerhalb dieses Jobs liegen kann!), die dir unbeschreibliche Erfüllung bringt.

  1. Fordere deine verlorene Freude zurück.

Als ich mein „Note 2“-Leben hinter mir ließ, stellte ich fest, dass die Dinge, die ich mit fünf Jahren wirklich liebte, größtenteils die Dinge waren, die mich als Erwachsener glücklich machten. Es ist fast zu einfach, und weil wir es nicht glauben können, machen wir es kompliziert. Finde heraus, was du geliebt hast, was dich glücklich gemacht hat. Denn diese Dinge sind wichtig. Nimm dir deine Freude zurück.

  1. Traue dich an die ganz großen Fragen heran.

Wenn du dich auf den Weg machst, dein „Note 2“ Leben hinter dir zu lassen, dann wirft das oft unangenehme Fragen auf. Funktioniert deine Beziehung? Stimmt dein Lebensstil mit dem überein, wer du wirklich bist? Möchtest du eigentlich woanders leben? Möchtest du in einem anderen Beruf arbeiten? Und wie wirst du diese neuen, nicht so willkommenen Grenzen bei den Menschen ziehen, die dir wichtig sind? Betrachte diese schwierigen Fragen so weit wie möglich als Quelle dafür, was dir wichtig ist – und nicht als Hindernisse, die du überwinden musst, damit Du weitermachen kannst. Sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, deine eigenen Antworten darauf zu finden und den Mut zu fassen, auf diese Antworten dann zu reagieren, das ist Teil der Reise eines reichen Lebens. Es ist kein Schritt auf dem Weg dorthin.

  1. Angst als Begleiter auf diesem Weg ist ok.

All dies zu tun – sich an die großen Fragen zu trauen, lange verlorene Freuden zurückzugewinnen, die Gemeinschaft ein Stück weit zu verlassen und dem zu folgen, was da in dir ist. All das wird Angst hervorrufen. Tatsächlich wird es sich anfühlen, als würde jemand dir „Feuer unter dem Hintern“ machen!

Die Wahrheit ist, dass es kein lebendiges, lebens- und liebenswertes Leben gibt, ohne viele Dinge zu tun, die uns richtig, richtig Angst machen.

Meine Idee dazu ist folgende:

Ich bin auf der Straße meines Lebens unterwegs und Angst ist der nervige Beifahrer. Lange saß Angst neben mir und hat unaufhörlich auf mich eingeredet. Und ich war wirklich verunsichert, welchen Weg ich nehmen sollte. Dann bin ich rechts rangefahren und habe Angst und Mut Plätze tauschen lassen. Angst sitzt jetzt auf der Rückbank und ich erinnere ihn von Zeit zu Zeit daran, dass ich fahre, wenn er wieder zu viel reinruft. Er steht mir nicht im Weg, er greift mir nicht mehr ins Lenkrad oder an die Handbremse. Er ist einfach nur da, mein ablenkender und nerviger Reisebegleiter.

Das Verlassen des klassischen „Note 2“-Lebens erfordert die Entwicklung einer dickeren Haut: Die Gewohnheit, Angst zu haben und Dinge trotzdem zu tun. Du kannst dir wirklich angewöhnen, jeden Tag Angst zu haben und trotzdem schwierige Dinge anzusprechen und ein Risiko einzugehen. Ja, dein kleines Ego wird dabei die ganze Zeit herumhüpfen und auf sich aufmerksam machen wollen, ob die Dinge nun gut laufen oder nicht. Aber du wirst dich erholen, zu Kräften kommen. Und du wirst dabei sogar lernen, dich auch liebevoll um dich zu kümmern.

Verlasse die zu enge Gemeinschaft. Folge dem, was dich ruft. Fordere lange verlorene Freuden zurück. Nimm dich der großen Fragen an und nimm die Angst als steten Begleiter auf diesem Weg hin.

Es gibt wirklich so viel auf der anderen Seite dieses „Note 2“-Lebens.
Es ist wunderschön und macht viel mehr Spaß.

Das erste „Note 2“-Leben, das mir bewusst aufgefallen war, war meins.

Ich hatte eigentlich alles, was auf meiner Checkliste für mein Leben draufstand, erreicht: einen verantwortungsvollen Job, den ich meistens mochte, eine großartige Ehe, eine schöne Altbauwohnung in meiner Traumstadt, wundervolle Freunde. Ich erfreute mich einer guten Gesundheit und meine Beziehungen zu meiner weiteren Familie waren gut. Aber tief in mir hatte ich dieses subtile, unangenehme Gefühl, dass das noch nicht alles war, dass das nicht mein richtiges Leben war. Ich hatte immer wieder diesen einen beunruhigenden Gedanken – dass ich am Ende meines Lebens das Gefühl haben würde, der Angst gegenüber loyaler gewesen zu sein als meinen Träumen.

Dann wiederum dachte ich, die Dinge waren doch gut, wie sie sind. Ich war mit so vielen positiven Momenten in meinem Leben gesegnet – was war eigentlich mein Problem?

Mein Problem war das Problem des „Note 2“ Lebens.

In einem „Note 2“-Leben sind die Dinge gut, aber nicht großartig. Alle wichtigen Lebenselemente sind vorhanden: gute Arbeit, gute Freunde, Menschen, die dich lieben. Alle Punkte auf der Checkliste: abgehakt.

Aber etwas fühlt sich nicht richtig an, vielleicht so, als wäre das Leben in Schwarzweiß und nicht in Farbe. Etwas in dir fragt immer wieder:

„Soll das alles gewesen sein?“

Doch was wäre die Alternative?

Einfach noch die Sternchenaufgaben abhaken, dann würde ich meinem Leben die „Note 1“ verleihen? Nein, denn in der Note „sehr gut“ wäre dann eine Art Perfektion enthalten, als ob das Leben ein Test für lauter 1er Noten wäre. Und aus meiner Sicht hat die Alternative zu diesem „Note 2“ Leben nichts mit Perfektion zu tun. Vielmehr geht es darum, Dinge zu versuchen, Unordnung in die starre Ordnung zu bringen, um unvollkommenes Handeln, das Lernen nun mal innewohnt – und es geht um Risiken.

Es ist das Leben, von dem du weißt, dass du es mit dem Gefühl abschließen wirst: „Ja, ich war wirklich hier. Ich habe es wirklich getan. Ich habe gelebt, ich habe erlebt, ich habe geschaffen, ich habe gelernt, ich hatte Einfluss.“

Es ist ein Leben, das lebendig ist. Das regelmäßig zu Tränen rührt und das Freude verströmt. Das anstrengend ist, herausfordernd und befriedigend. Das neu ist, ungewohnt. Und schön.

Wenn du aktuell in den Grautönen eines „Note 2“ Lebens steckst, könntest du über diese fünf Schritte wieder Farbe in dein Leben bringen:

  1. Verlass‘ die Herde.

Das Leben, das dir Sinn und Erfüllung bringt, sieht höchstwahrscheinlich anders aus als das Leben, das deine Nachbarn, Familienmitglieder und Freunde führen. Finde heraus: Was macht dir wirklich Freude? Was ist dir am wichtigsten? Was sind deine Lieben, deine Sehnsüchte? Du wirst mit allem, was dich auszeichnet, einzigartig sein. Ok, du wirst dich manchmal nicht unbedingt beliebt machen. Aber es gibt nun mal keinen wirklichen Ersatz dafür, ein Leben auch zu deinen Bedingungen zu führen.

  1. Höre auf das, was dich ruft.

Wir alle bekommen Aufgaben gestellt im Leben, oder Berufungen in unserer Arbeit, denen wir folgen sollen. Es geht dabei um kleine und große Aufgaben, die uns gestellt werden, um unsere Umwelt ein kleines bisschen oder einen großen Schritt besser zu machen. Das Gefühl von „Note 2“ stellt sich ein, wenn wir diesen Rufen nicht folgen. Diese unerfüllten Seiten unserer Persönlichkeit lassen unser Leben verblassen. Daher: Nimm diesen Weckruf ernst. Gib dem, was dich ruft, deine Zeit und Energie. Diese Hinweise führen uns zu unserer Aufgabe (übrigens einer Aufgabe, die in deinem jetzigen Job oder außerhalb dieses Jobs liegen kann!), die dir unbeschreibliche Erfüllung bringt.

  1. Fordere deine verlorene Freude zurück.

Als ich mein „Note 2“-Leben hinter mir ließ, stellte ich fest, dass die Dinge, die ich mit fünf Jahren wirklich liebte, größtenteils die Dinge waren, die mich als Erwachsener glücklich machten. Es ist fast zu einfach, und weil wir es nicht glauben können, machen wir es kompliziert. Finde heraus, was du geliebt hast, was dich glücklich gemacht hat. Denn diese Dinge sind wichtig. Nimm dir deine Freude zurück.

  1. Traue dich an die ganz großen Fragen heran.

Wenn du dich auf den Weg machst, dein „Note 2“ Leben hinter dir zu lassen, dann wirft das oft unangenehme Fragen auf. Funktioniert deine Beziehung? Stimmt dein Lebensstil mit dem überein, wer du wirklich bist? Möchtest du eigentlich woanders leben? Möchtest du in einem anderen Beruf arbeiten? Und wie wirst du diese neuen, nicht so willkommenen Grenzen bei den Menschen ziehen, die dir wichtig sind? Betrachte diese schwierigen Fragen so weit wie möglich als Quelle dafür, was dir wichtig ist – und nicht als Hindernisse, die du überwinden musst, damit Du weitermachen kannst. Sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, deine eigenen Antworten darauf zu finden und den Mut zu fassen, auf diese Antworten dann zu reagieren, das ist Teil der Reise eines reichen Lebens. Es ist kein Schritt auf dem Weg dorthin.

  1. Angst als Begleiter auf diesem Weg ist ok.

All dies zu tun – sich an die großen Fragen zu trauen, lange verlorene Freuden zurückzugewinnen, die Gemeinschaft ein Stück weit zu verlassen und dem zu folgen, was da in dir ist. All das wird Angst hervorrufen. Tatsächlich wird es sich anfühlen, als würde jemand dir „Feuer unter dem Hintern“ machen!

Die Wahrheit ist, dass es kein lebendiges, lebens- und liebenswertes Leben gibt, ohne viele Dinge zu tun, die uns richtig, richtig Angst machen.

Meine Idee dazu ist folgende:

Ich bin auf der Straße meines Lebens unterwegs und Angst ist der nervige Beifahrer. Lange saß Angst neben mir und hat unaufhörlich auf mich eingeredet. Und ich war wirklich verunsichert, welchen Weg ich nehmen sollte. Dann bin ich rechts rangefahren und habe Angst und Mut Plätze tauschen lassen. Angst sitzt jetzt auf der Rückbank und ich erinnere ihn von Zeit zu Zeit daran, dass ich fahre, wenn er wieder zu viel reinruft. Er steht mir nicht im Weg, er greift mir nicht mehr ins Lenkrad oder an die Handbremse. Er ist einfach nur da, mein ablenkender und nerviger Reisebegleiter.

Das Verlassen des klassischen „Note 2“-Lebens erfordert die Entwicklung einer dickeren Haut: Die Gewohnheit, Angst zu haben und Dinge trotzdem zu tun. Du kannst dir wirklich angewöhnen, jeden Tag Angst zu haben und trotzdem schwierige Dinge anzusprechen und ein Risiko einzugehen. Ja, dein kleines Ego wird dabei die ganze Zeit herumhüpfen und auf sich aufmerksam machen wollen, ob die Dinge nun gut laufen oder nicht. Aber du wirst dich erholen, zu Kräften kommen. Und du wirst dabei sogar lernen, dich auch liebevoll um dich zu kümmern.

Verlasse die zu enge Gemeinschaft. Folge dem, was dich ruft. Fordere lange verlorene Freuden zurück. Nimm dich der großen Fragen an und nimm die Angst als steten Begleiter auf diesem Weg hin.

Es gibt wirklich so viel auf der anderen Seite dieses „Note 2“-Lebens.
Es ist wunderschön und macht viel mehr Spaß.